Kidsfarm - Tiere fordern & fördern Kinder e.V.
  Kidsfarm - Tiere fordern & fördern Kinder e.V.

Leitbild:

ACHTSAMKEIT AKZEPTANZ LEBENSFREUDE

 

 

ACHTSAMKEIT im Umgang mit Tieren, Umwelt, Mitmenschen und sich selbst, fremden und eigenen Raum wahrnehmen, Körpergefühl entwickeln, entdecken, erkennen und Verantwortung übernehmen...

AKZEPTANZ gegenüber ANDERSARTIGKEIT, Glaubenssätze hinterfragen, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Grenzen des Anderen wahrnehmen und respektieren, Integration, Kommunikation und Interaktion.....

LEBENSFREUDE „Freiheit“ Abenteuer, Lebendigkeit. Authentizität. Sich und seine eigenen Grenzen spüren, Bewegung, Aktivität statt Passivität und Konsum, Partizipation .Fehlbar sein können, aus Fehlern lernen. Funktionalität vor Perfektion. Sinn finden!

 

 

Die Kidsfarm als Lern-und Erlebnisort "Bauernhof"

Die Kidsfarm ist kein Reiterhof, auch wenn hier jeder, ob Groß oder Klein, ob mit oder ohne Handycap, das Reiten lernen kann!

 

Angefangen hat alles bereits 1995, als Eva Winter das alte Gehöft "Herrneich" pachtete.

2003 bekam der Bauernhof, während einer kurzfristigen Zusammenarbeit mit Christian Rauschenfels, (von ihm) den Namen "Kidsfarm".

 

Mit der „Kidsfarm“ habe ich (Eva Winter) meine Idee vom ganzheitlichen Lernen und Erleben auf dem Bauernhof verwirklicht. Dies bedeutet, dass die betreuten Kinder in das alltägliche und besondere Geschehen auf dem Hof integriert werden und somit die Möglichkeit haben, mit allen Sinnen und während körperlichem Handeln, zu lernen:

 

Im Kontakt zu Mitmenschen (anderen Kindern unterschiedlichen Alters, Geschlechts, auch „behinderte“ oder „schwierige“ Kinder und uns Betreuern) Jeder arbeitet mit, alle helfen zusammen

Im Kontakt zu den Tieren und ihren Bedürfnissen (wir versorgen die Tiere gut, dafür bekommen wir von ihnen z.B. Eier, Milch, Reiten usw. Aber auch Beziehungen entwickeln sich, die für die emotionale und soziale Entwicklung förderlich sein können...)

Im Kontakt zu Natur und Umwelt z.B. durch Mitarbeit im biologischen Gemüsegarten, Wildkräuter sammeln (Tees, Salben und Gerichte), Weidepflege mit Sense und „Ampferstecher“, Kleinlebewesen mit Becherlupen in ihren verschiedenen Lebensräumen „untersuchen“, Wandern mit Ziegen und Esel oder den Kühen, die Auseinandersetzung mit Wasser- und Müllproblematik,... oder auch schon das Schlafen im Tipi, am Bach...) umgeben von Natur fordern wir das Kind auf, sich selbst als Teil der Natur wahrzunehmen und Verantwortungsbereitschaft zu entwickeln

Im Kontakt zu dem eigenen Körper, Körpergefühl entwickeln, durch körperliche Arbeit (und Bewegung wie Wandern, Klettern, Spielen, Reiten....) auch behinderte Kinder arbeiten (mit Hilfe ihres persönlichen Betreuers) mit, und haben so, wie auch spöter auf dem Pferderücken, die Möglichkeit ihren Körper auf annehmbare Weise zu spüren... Dazu gehört auch das Thema Ernährung, was braucht unser Körper um sich gut anzufühlen (viel zu viele Kinder sind übergewichtig oder suchtgefährdet!)

Im Kontakt zum eigenen Bewusstsein, das bedeutet, kognitive und rationale Fähigkeiten zu fördern um Achtsamkeit und Verantwortungsbereitschaft zu ermöglichen.

Dazu gehört, dass die Kinder Regeln, Tagesablauf und Projekte selbst mitgestalten und in alles, was für den allgemeinen Ablauf und Erhalt einer gesunden Umgebung auf der Kidsfarm notwendig ist, einbezogen werden (z.B. Kochen, Putzen, Stallarbeit, Instandhaltung, wie z.B. das Dach der Schweinehütte reparieren....) aber auch Zeit haben, sich selbst zu beschäftigen (gewohnt zu konsumieren und Fremdsteuerung wie „Fernseher schauen“ usw. macht es ihnen oft schwer, diese Zeit sinnvoll für sich zu erleben...) Mir ist wichtig, dass wir als Betreuer weder die „Urlaubsanimateure“ spielen, noch in die Rolle des „Aufsehers“ verfallen, sondern im Sinne von Ganzheitlichkeit „vorleben“ was wir den Kindern beibringen wollen, bewusst Identifikationsmöglichkeit anbieten und im gemeinsamen Tun mit den Kindern Motivation und Begeisterung anregen.

Wichtig dafür ist neben unserer eigenen Reflexion und den Gesprächen im Team der Betreuer, dass die Kinder angeregt werden, das Erfahrene kognitiv zu verarbeiten.

 

Was wir auf der Kidsfarm fördern wollen:

 

  • Verantwortungsbereitschaft (für sich selbst und das „um uns herum“) und Umweltbewusstsein schaffen

  • soziale Kompetenzen erwerben (lernen Gefühle zu erkennen und zu verbalisieren, Konfliktlösungsstrategien reflektieren und vieles mehr)

  • artgerechter Umgang und Pflege der unterschiedlichen Tiere auf dem Bauernhof
    Themen wie: „vom Ei zum Huhn“ oder „warum gibt die Kuh Milch“...

  • einen Bezug erkennen lernen, zwischen gesunder Ernährung (z.B.: wachsen Pommes im Garten?“), gesunder Lebensführung (Freizeitverhalten, Hygiene, Bewegung usw.) und Umwelt... u.a. Fragen der Regionalität und Verfügbarkeit ( z.B. was kann man alles Leckeres aus Kürbis zaubern!)

  • Reiten, wobei es auf der Kidsfarm nicht um den sportlichen Ehrgeiz geht, sondern das Pferd als Lebewesen wahrgenommen werden soll, mit eigenen Bedürfnissen und Empfindungen. Reiten und der Umgang mit dem Pferd dient der Förderung innerer und äußerlicher Beweglichkeit (Konzentrations- und Koordinationsvermögen, Selbst- und Fremdwahrnehmung Reflexion und Abbau von Ängsten...)

  • körperliche Arbeit macht Spaß“ - es kann als „Fitnesstraining“ erlebt werden (richtige Bewegungsabläufe werden angeleitet bzw. reflektiert) und es schenkt angenehme Befriedigung, wenn man danach sehen kann, was man sinnvolles bewirkt hat (wie z.B. einen schönen sauberen Schlafplatz für sein Pflegetier...) Dazu gehört auch das berührende Gruppenerlebnis, wenn man z.B. gemeinsam schwer arbeitend und schwitzend das Heu ins Trockene gebracht hat, bevor das Unwetter kommt… ebenso wie zu lernen: „es gibt keine schlechtere oder bessere Arbeit, es gibt nur Arbeit die getan werden muss!“ … auch ich als „Chefin“ putze die Toiletten!

  • Und nicht zuletzt: Sinn, Glück und Lebensfreude erfahren! 

Im Herbst 2005 wurde unser Verein Kidsfarm e.V.- Tiere fordern und fördern Kinder gegründet.

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